Die Einheilung des Implantes
Eine lange und vernünftige Einheilphase ist das A und O einer Implantatbehandlung.
Eine lange und vernünftige Einheilphase ist das A und O einer Implantatbehandlung. Natürlich wird oft und überall mit Sofort- Implantaten geworben. Rein nach dem Motto: Zahn raus, Implantat rein. Leider hat die Erfahrung gezeigt, dass dieses System noch nicht wirklich ausgereift ist und zudem einen erheblichen Schaden anrichten kann.
Der Patient sollte nicht vergessen, dass es sich bei einem Implantat um einen invasiven Eingriff handelt. Immerhin wird ein Fremdkörper in den Knochen gepflanzt. Auch wenn die Forschung die besten, körperfreundlichsten Materialien anbietet, ist dies doch immer mit einen gewissen Risiko verbunden. Denn selbst wenn die besten Bedingungen vorhanden sind, weiß man nie ob der Körper sich nicht doch gegen den Fremdkörper zur Wehr setzt und versucht ihn abzustoßen.
Gerade daher ist die Einheilphase so wichtig. Nach dem operativen Eingriff sollte der Körper die Gelegenheit bekommen, das Implantat zu akzeptieren und einheilen zu lassen. Diesen Vorgang kann der Behandler dadurch fördern, indem er nicht gleich eine Zahnkonstruktion auf das Implantat baut, sondern es ein halbes Jahr in Frieden lässt und sämtliche Belastungen von ihm fern hält. Nach einem halben Jahr sollten die frischen Röntgenaufnahmen dann zeigen, ob der Körper das Implantat angenommen hat oder sich dagegen zur Wehr setzt. Auf dem Bild wird eine Anormali dadurch sichtbar, dass um das Implantat ein dunkler Spalt entstanden ist. Bei einer geglückten Behandlung ist der Knochen auf dem Bild überall um das Implantat herum ohne Aufhellungen oder Veränderungen. Der Behandler weiß ein Bild richtig zu deuten und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.
Dann endlich, wenn alles in Ordnung ist, kann mit der Suprakonstruktion begonnen werden. In diesem Fall kann von einem Erfolg ausgegangen werden. Es lohnt sich in jeglicher Hinsicht bei einer solchen Behandlung Geduld aufzubringen und die Sache nicht zu überstürzen, denn das lange Warten steigert in hohem Maße die Erfolgschancen und führt zu einem befriedigenden Ergebnis auf beiden Seiten. Behandler als auch Patient.