Der Behandler sollte lieber eine Behandlung ablehnen wenn er den Erfolg nicht garantieren kann...

Patient als auch Behandler sollten sich bei einer Implantation immer der Risiken bewusst sein, denn selbst im günstigsten Fall kann immer etwas schief gehen. Wichtig ist in erster Linie, dass die Mundhygiene gewährleistet ist. Hat der Behandler einen Patienten vor sich, wo es an der nötigen Hygiene mangelt, sollte er sich gut überlegen ob er bei diesem einen operativen Eingriff vornehmen möchte. Bei mangelnder Hygiene können ansonsten Bakterien in den Peridontalspalt gelangen und dazu führen, dass das Implantatbett sich entzündet. In diesem Fall muss es sofort entfernt werden und hinterlässt meist ein Bild der Zerstörung im Knochen.
Ein Risikofaktor stellen auch alte und kranke Patienten dar. Selbst wenn hier die nötige Pflege vorhanden ist, so ist doch bekannt, dass es zu erheblichen Einheilungsstörungen kommen kann, weil einfach die selbstständige Regenerierung der Zellen nicht so funktioniert, wie bei gesunden jungen Menschen.
Bei älteren Menschen kommt auch oft noch eine medikamentöse Behandlung hinzu. Bekommt der Patient also Blutverdünner, wie so oft der Fall, kann schon der Eingriff zum Risiko werden, da er mit starken Blutungen von Statten gehen kann.  Auch die Wundheilung wird erschwert da der Gerinnungsfaktor einfach zu niedrig ist. In der Anamnese sollte daher, vorab geklärt sein, ob Marcumar oder ASS vom Patienten genommen werden müssen. Auch eine Absprache mit dem Hausarzt kann das Risiko verringern.
Das Selbe gilt für Diabetis-Patienten. Auch hier kann es zu Heilungsstörungen kommen über die der Patient informiert werden muss. In solchen Fällen hat der Zahnarzt eine besondere Aufklärungspflicht.
Generell abraten sollte der Behandler wenn der Patient schon vorher Probleme mit Gingivitis oder Parodontose hat. Wenn der Knochen im Vorfeld schon im Begriff ist sich abzubauen, sollte er nicht weiter belastet werden in dem ihm die Strapazen eines Implantates zu Lasten gelegt werden. Hier sollten lieber alternative Lösungen gefunden werden, wie zum Beispiel eine Brücke oder einen herausnehmbaren Zahnersatz, je nachdem wie die Situation im Mund ist. Der Behandler sollte lieber eine Behandlung ablehnen wenn er den Erfolg nicht garantieren kann und  mit Problemen zu rechnen ist. Sowohl um den Patienten zu schützen, der ja Laie ist, als auch sich selbst.

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